| Objektart | Mehrgeschossiger Wohngebäudekomplex |
|---|---|
| Ort | Oranienburg, Brandenburg |
| Dachfläche | ca. 2.200 m² |
| Dachart | Geneigtes, ziegelgedecktes Satteldach mit Dachgauben |
| Auftraggeber | Hausverwaltung |
| Anlass | Turnusmäßige Zustandsprüfung / Sanierungsplanung |
| Termin | Juni 2026 |
| Einsatzdauer vor Ort | ca. 4 Stunden |
| Eingesetzte Technik | DJI Matrice 4T mit RTK-Modul und Thermografie-Kamera und DJI Matrice 4E mit RTK-Modul und mechanischem Shutter |
| Lieferumfang | ca. 330 hochauflösende RGB-Aufnahmen, ca. 70 Thermogramme, 1 Orthofoto, 5 Videos, PDF-Report mit 34 Seiten |

Aus Datenschutzgründen sind einzelne Bilder in diesem Artikel KI-bearbeitet.
Eine Hausverwaltung benötigte eine vollständige Zustandsaufnahme von Dach und Fassade eines mehrgeschossigen Wohnkomplexes in Oranienburg. Anlass war die turnusmäßige Zustandsprüfung und ggf. Sanierungsplanung.
Die Ausgangslage war typisch für Objekte dieser Größe: Die Dachfläche von rund 2200 m² ist vom Boden aus nur teilweise einsehbar, und eine Begehung wäre nur mit erheblichem Aufwand möglich gewesen, da das Objekt über keinen dauerhaften Dachzugang verfügt und die Absturzsicherung nicht durchgängig ist.
Gefragt war eine Dokumentation, die zwei Dinge leisten sollte: einen belastbaren Überblick über den Gesamtzustand und die gezielte Identifikation von Bereichen, die näher untersucht werden müssen.

Zwei Aufnahmedurchgänge, zwei Informationsebenen.
Der erste Durchgang lieferte die hochauflösende Sichtprüfung: eine senkrechte Befliegung der gesamten Dachfläche als Grundlage für das Orthofoto, ergänzt um Detailaufnahmen aller Dachdurchdringungen, Anschlüsse und Attiken. Dank des bis zu 112-fachen Hybrid-Zoom der DJI Matrice 4E lassen sich bei bis zu 45 Megapixeln einzelne Nahtstellen problemlos beurteilen und kleinste Schäden finden.
Der zweite Durchgang war der Thermografieflug. Er fand drei Stunden nach Sonnenuntergang statt, weil aussagekräftige Wärmebilder einen ausreichenden Temperaturunterschied voraussetzen. Bei Dächern ist dieses Zeitfenster entscheidend: Zur Mittagszeit aufgenommene Thermogramme wären wertlos gewesen.
Anschließend wurden beide Ebenen übereinandergelegt: Wo das Thermogramm eine Auffälligkeit zeigte, wurde die entsprechende Stelle im hochauflösenden Bild geprüft. So ließ sich unterscheiden zwischen Bereichen mit sichtbarer Ursache und Bereichen, bei denen die Ursache unter der Abdichtung liegt.
Die Fassade und Dachrinnen im gleichen Termin.
Ergänzend wurde die Fassade in mehreren Höhenstufen umflogen. Erfasst wurden u.a. Risse, Schäden an Fensteranschlüssen und Korrosion an Verkleidungselementen.
Abschließend wurden alle Dachrinnen auf Verschmutzung hin überprüft.
Genehmigungen vorab geklärt.
Die Anwohner wurden rechtzeitig vor der Befliegung informiert. Die geografischen Gebiete wurden vor dem Einsatz geprüft, der Mindestabstand zu einer Bahnanlage eingehalten.


Der Einsatz vor Ort dauerte insgesamt 4 Stunden. Eine vergleichbare Prüfung mit Hubsteiger und Begehung hätte ca. 2 Tage erfordert.


Wir haben durch die Drohneninspektion einen sehr guten Überblick über den Zustand von Dach und Fassade bekommen. Auffällige Stellen wurden detailliert dokumentiert und waren für uns direkt nachvollziehbar. Das hat uns die weitere Planung deutlich erleichtert.

Alle Daten wurden DSGVO-konform auf EU-Servern gespeichert und per gesichertem Download-Link übermittelt. Die uneingeschränkten Nutzungsrechte liegen beim Auftraggeber.

Wir liefern mit einer solchen Inspektion die Bildgrundlage und markieren Auffälligkeiten. Die fachliche Bewertung – welche Ursache ein Befund hat, wie dringend er ist und wie saniert werden sollte – gehört in die Hand eines Dachdeckermeisters oder Bausachverständigen. In diesem Projekt wurde der Report an den Dachdeckerbetrieb weitergegeben.
Genau darin liegt der praktische Nutzen: Der Fachmann geht nicht mehr suchend aufs Dach, sondern gezielt zu den Stellen, die im Report markiert sind.

Die Vorgehensweise funktioniert für jedes Objekt mit schwer zugänglicher Dachfläche, z.B. Logistik- und Produktionshallen, Einkaufszentren, Schulen oder Wohnanlagen.
Wie eine solche Inspektion im Detail abläuft, was Thermografie leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, beschreiben wir im Beitrag Dach- und Fassadeninspektion mit der Drohne.
Wir sind regelmäßig in Oranienburg und im gesamten Berliner Umland im Einsatz.

Wir klären mit Ihnen vorab, welche Aufnahmeart für Ihre Fragestellung die richtige ist, ob Thermografie in Ihrem Fall sinnvolle Ergebnisse liefern kann und welches Zeitfenster dafür nötig ist.
Jetzt unverbindlich beraten lassen oder direkt anrufen: 030 – 235 92 57 70
